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"JA" ZUM ZWECKVERBAND GARTENHALLENBAD
„Es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit den Wölfen zu heulen!" Diese Aussage von Stadtrat Volk­hard Schreiner, trifft die Stimmung der Leipheimer Rätinnen und Räte bei der Beschlussfassung zum Beitritt in den „Zweckverband Gartenhallenbad" recht gut.
Zwar stimmten die Stadtratsmitglieder in ihrer Sitzung am 7. April einstimmig für den Beitritt in den Zweckverband, doch nur sehr schweren Herzens.
Alle Fraktionen machten deutlich, dass sie im Grunde nicht nachvollziehen können, warum der Land­kreis Günzburg das Garten­hallenbad nicht wie bisher weiterbetreiben will. „Es ist traurig, dass wir das hier überhaupt diskutieren müssen und ein Armutszeugnis für den Landkreis", sagt Bürgermeister Christian Konrad.
Der Landkreis hatte in der Dis­kussion um das Gartenhallenbad argumentiert, dass der Betrieb eines Fa­milienbades nicht in seinen Auf­ga­ben­bereich fällt. Da an dieser Einstellung wohl nicht mehr zu rütteln war, wurde schließlich ein Zweck­ver­band als Be­treiber des Bades ins Gespräch ge­bracht. Mitglied in diesem Zweck­verband sollen der Landkreis Günzburg und die 17 „Nord-Kommunen" des Land­kreises sein. Dies wären Leipheim, Günz­burg, Bubes­heim, Kötz, Burgau, Jettingen-Schep­pach, Burten­bach, Dürr­lauingen, Grund­remmingen, Halden­wang, Kam­meltal, Bibertal, Landensberg, Offingen, Rettenbach Röfingen und Winterbach.
Kernaufgaben des Zweckverban­des sollen die Betriebsübernahme des Gartenhallenbads in Leipheim und die Vorbereitung und Erarbeitung einer Zukunftslösung sein. Denn das fast 50 Jahre Garten­hallenbad muss, um zu­kunftsfähig zu bleiben, generalsaniert werden oder, falls dies nicht mehr wirtschaftlich wäre, durch einen Neubau ersetzt werden. Genau dieser Punkt bereitet Leipheim die größten Sorgen, da die Stadt den Heimstandort natürlich nicht aufgeben möchte.
Die Stadt Günzburg hingegen hatte bereits als möglichen neuen Standort eine Fläche neben dem Wald­bad ins Gespräch gebracht, weil man hier eventuell Synergieen nutzen könnte.
Matthias Kiemasz, Bürgermeister aus dem Kammeltal, der bei den Leipheimer Stadträten für den Beitritt in den Zweckverband warb, betonte: „Die Standortfrage und Aus­richtung, also Fa­milienbad oder reiner Schul­betrieb, ist noch vollkommen offen und auch eine Ge­ne­ralsanierung des Leipheimer Bades ist keineswegs vom Tisch."
Die Leipheimer Stadträte waren sich einig, dass sie nur mit einem „Ja" zum Zweckverband, dem unter anderem der Landkreis und die Stadt Günzburg schon zugestimmt haben, auch in Zukunft mitreden und Ent­scheidungen beeinflussen können.
Der Zweckverband soll bis zum Juli gegründet werden. Der Landkreis beteiligt sich mit 45% Stimmenanteil, die Stadt Leipheim erhält aufgrund ihres Beitrags von 100.000 Euro zusätzlich zur Umlage einen Stimmen­anteil von 17,2%, die Stadt Günzburg zahlt zusätzlich rund 34.000 Euro und erhält 14,07%. Die restlichen Anteile werden auf die anderen Kommunen je nach Größe und Finanzkraft umgelegt.
In den ersten fünf Jahren des Betriebs übernimmt der Landkreis Günzburg die Risikovorsorge für die betriebskritischen Anlagenteile im Garten­hallen­bad, so dass ein Erhalt des Bades für die nächsten fünf Jahre ge­sichert ist. Allerdings reduziert sich die prozentuale Kostenübernahme des Land­kreises pro Jahr um 20%. Also: 2017 sind es noch 100%, 2021 nur noch 20%. Matthias Kiermasz erklärt, dass das Finanzrisiko für die betriebskritischen Anlagen jederzeit von den am Zweck­verband Beteiligten ge­stemmt werden kann, da es sich maximal auf 300.000 Euro belaufen würde. Die abnehmende Risikovorsorge solle vielmehr den Zweckverband mahnen, sich zügig mit einer zukunftsfähigen Lösung für ein Hallenbad im nördlichen Landkreis zu befassen. (28.04.2016)
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