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BÜNDNIS GEGEN FLUTPOLDER GEGRÜNDET

Der Flutpolder mit gigantischen 12 Mio. m³ Wassereinstau im Donau­wald Leipheim war lange kein The­ma, weil schlechte Wirkweise und hohe Baukosten dessen Realisierung unwahrscheinlich machten.


Beim ersten regionalen Diskussions­forum in Leipheim am 2. Mai stellte das Wasserwirtschaftsamt klar, dass das Konzept weiterverfolgt wird und dem Donauwald zwischen Elchingen und Leipheim regelmäßige Flutungen mit bis zu 5 Meter Wassertiefe und 12 Mio. m³ Einstau drohen.
Zur Wahrung der Interessen der betroffenen Leipheimer, Riedheimer und Weißinger Bürger ist das Bündnis „Ja zu Hochwasserschutz – kein Flut­polder Leipheim“ gegründet worden. Die Gefährdung der Leipheimer Trink­wasserversorgung, erhöhte Grundwas­ser­stände und -druck auf Gebäude in der Kohlplatte, Riedheim und Weiß­ingen, Gefährdung einer der wertvollsten Biotope Süddeutschlands (Donau­wald) sowie Vernässung landwirtschaftlicher Flächen in und außerhalb der Polders sind als wesentliche Nachteile zu nennen. Zudem ist es laut Wasser­wirtschaftsamt der teuerste Polder im Planungskonzept bei gleichzeitig ge­ringster Wirkung aller Polder.
Das Bündnis versteht die An­liegen des Hochwasserschutzes, lehnt den Bau des Flutpolders in Leipheim ab und fordert aber dreierlei:
n Erstens ein nachhaltiges Hochwas­sers­chutzkonzept für die gesamte Do­nau unter Einbezug von Baden Würt­tem­berg. Sämtliche Alternativen sind zu betrachten: intelligentes Staustufen­management, Rückhaltevo­lumen durch Ausbaggern des Stau­bereichs, Deich­rückverlegungen, viele Polder an allen großen und kleinen Donau-Zuflüssen statt einige wenige, sowie viel mehr Hoch­wasser­rück­hal­tung durch Rück­haltebecken. Es ist nicht nachvollziehbar, dass von Freiburg bis Passau jeden Tag Fläche versiegelt und Baugebiete in Überschwemmungsgebieten ausgewiesen werden, gleichzeitig an anderer Stelle mittels Flutpolder die Lasten geschultert werden sollen.
n Zweitens ist der Schutz der Bevöl­kerung streng zu beachten. Sämtliche Schadenspotentiale wie Schutz bebauter Bereiche, Grundwasserbeeinflussung und Trink­wasser­schutz sind gewissenhaft durch mehr­jährige Stu­dien zu untersuchen und zu be­werten.
Sorge bereiten Schäden an Gebäuden durch Grund­was­ser­druck. Es darf nicht sein, dass wir unsere Keller unter Wasser setzen und keinen Anspruch auf Ent­schädigung ha­ben und in anderen Gemeinden Feuchtwiesen als Baugebiete ausgewiesen werden.
n Drittens klare Entschädigungen für die Landwirtschaft im Fall einer Polderflutung für Flächen, die in und außerhalb des Polders liegen, sowie minimaler Flächenverbrauch für den Polderbau. (Gerd Mannes)

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