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DAS WARTEN HAT EIN ENDE!

20 Jahre mussten die Leipheimer auf eine Wiederaufführung von „Der Bauernkrieg April 1525“ warten.

Seit Monaten ist der Historische Ar­beits­kreis nicht mehr nur mit Bier brauen und Reno­vierungsarbeiten be­schäftigt. Stattdes­sen wurde eine Büh­ne gebaut, Be­stuh­lungs­pläne ausgefertigt und Kostüme angepasst. Seit April wird geprobt, damit der 86 Jahre alte 5-Akter von Pfarrer Eugen Kern bei der Premiere am 12. Juni im neuen Glanz erstrahlen kann.
41 Laiendar­stel­ler werden in vier Vorstellungen auf der Bühne stehen, mindestens noch einmal soviele Helfer sorgen seit Wochen dafür, dass auf, hinter und neben der Bühne alles glatt geht. Auch für das leibliche Wohl ist bei den Aufführungen ge­sorgt: Wenn um 18 Uhr die Schlosstore öffnen, können Be­sucher ihren Theaterabend im Zehnt­­stadel-Restau­rant beginnen - und auch die Stände der Blauen Ente ver­sorgen die Besucher während des Theaters, das um 19.30 Uhr beginnt und bis ca. 23 Uhr dauert, mit Ge­trän­ken und kleinen Snacks.  
Die Nachfrage nach den Karten ist seit Beginn des Vorverkaufs groß - bereits 70 Prozent der Karten sind verkauft, erhältlich sind im Moment nur noch Karten für den Block B. Interes­sierte Theaterbesucher müssen aber in diesem günstigeren Block (16 Euro) , nicht auf gute Sicht verzichten, denn durch erhöhte Tribünen kann man selbst in der letzten Reihe das Ge­sche­hen auf der Bühne bis ins letzte Detail mitverfolgen. Zu kaufen sind die Tick­ets u.a. über das Bürgerbüro der Stadt Leip­­heim und online . (23.05.2016)

 

Die Bretter, die die Welt bedeuten

 

Aus zweiter Hand: Die Bauern­kriegs­theaterbühne besteht aus Altmaterial und Spenden.
Wer hätte gedacht, dass die alte Kinderfestbühne noch einmal in Leip­heim stehen würde - jahrelang war sie eingelagert gewesen, bis Anton Maier und weitere Mitglieder des Histo­ri­schen Arbeitskreises sie wieder zum Le­ben erweckten oder besser gesagt: mit Leben füllten. Mehr als 500 Ar­beits­stunden sind seit Beginn der Vorbereitungen Ende letzten Jahres in die Bühne gesteckt worden: Statische Anforderungen mussten erfüllt werden, um die Sicherheit der 41 Schau­spieler zu gewährleisten, eine Brücke aus Erlenholz wurde gebaut und schließlich eine Verbindung zur Na­tur­bühne (aufgebaut aus 2 LKW-La­dun­gen Kies) geschaffen. Aber die Bau­­herren waren nicht nur fleißig, sondern arbeiten vor allem nachhaltig: Fast alle Be­stand­teile der Bühne stammen aus zweiter Hand oder wurden gespendet. Und selbst die Bepflanzung kann nach den Aufführungen wiederverwendet werden. 

 

 

Endspurt bis zur Premiere

 

Für die 41 Laiendarsteller aus Leip­heim, Riedheim, Günzburg, Bibertal, Ichen­hausen und Jettingen hat sich in den letzten Wochen einiges geändert. Anfang des Jahres mussten alle zur Vermessung bei Henriette Gott­wein, um maßgeschneiderte Kostüme zu erhalten, bis zu zwei Mal die Wo­che wird seit April geprobt (anfangs im Hotel zur Post, seit Mai auf der Schlosshof-Bühne) und nun wachsen auch endlich die Bärte. Das erste Halb­jahr ist ein einziger Ausnah­mezustand - sogar Urlaube wurden ge­strichen - und trotzdem gibt es keine Beschwerden. Denn die Stimmung ist mehr als ausgezeichnet, oder wie eine Journalistin nach einem Pressegespräch feststellte: „Mein Gott, bei Ihnen ist es einfach nur lustig.“ Der Spaß am Spiel wird von Regisseur Wer­ner Schwung ge­pflegt, der aber auch dafür sorgt, dass auf der Bühne am Ende alles geordnet abgeht.
Etwas trockener ist die Arbeit des Orga-Teams, wo man vor allem The­men wie Aufbau, Sicher­heit, Ver­pfle­gung und Wer­bung dis­ku­tiert und für alle Even­tu­a­litäten vorsorgt: Wie vie­le Be­cher braucht man in den Bier­ständen (576), wer schenkt aus (die Brauch­tums­­grup­pe), wo werden die Pferde „ge­parkt“, wer baut die Bühne in den Pau­­sen um und wer evakuiert im Not­fall das Publikum und wohin?
Am 12. Juni ist Premiere - dann wird nämlich nur eines dem Zufall überlassen: Das Wetter.              

 

Fotos von der öffentliche Probe am Internationalen Musuemstag finden Sie hier .               

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