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VIEL LOB FÜR EINE ECHTE "PIONIERTAT"

 

Unterzeichnet war der „Staats­ver­trag zwischen Baden-Württemberg und Bayern zur Verbesserung des Wasser- und Naturhaushaltes im Schwäbischen Donaumoos" vor 25 Jahren verhältnismäßig schnell.
„Ich bin mir sicher, dass damals niemand geahnt hat, welche Mühen und wieviel Ärger mit der Zielerreichung ver­bunden sein würde", sagt Bürger­meister Christian Konrad und Vor­sitz­ender der Arbeitgemeinschaft Schwä­bisches Donaumoos (ARGE Donau­moos), deren Hauptziel die Umsetzung des Staats­vertrages ist. Im Rahmen einer Fest­veranstaltung im Leipheimer Zehnt­stadel würdigten nicht nur der ARGE Donaumoos-Vorsitzende sondern auch Regierungspräsident Karl Michael Scheufele, der auch „Zeitzeuge" der Un­terzeichnung war, die Stellvertre­ten­de Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab und MdB Josef Göppel die Arbeit der vergangenen 25 Jahre.
Als „Pioniertat" bezeichnete Karl Michael Scheufele, die Wiederver­näs­sung des Leipheimer Mooses, ist es doch das erste und bislang einzige Nieder­moor in Bayern, das flächendeckend wie­der­vernässt wurde. Das Erfolgs­kon­zept der ARGE Donaomoos: das Mit­ein­ander. Von Anfang an ist man bemüht gewesen, alle Intessensvertreter an ei­nen Tisch zu bekommen. Ein Inidi­kator für das Gelingen ist die Bekassine, ein Schnepfenvogel, der bevorzugt in Moor­gebieten brütet, und dessen Vorkom­men bundesweit eher rückläufig ist. „Heute brüten im schwäbischen Donau­moos mehr Bekas­sinen, als in ganz Schles­wig-Holstein", freut sich Monika Wiesmüller-Schwab. Gleichzeitig sei die ARGE aber bemüht, keinen „Käse­glock­en-Naturschutz zu betreiben". So wurde das Donaumoos beispielsweise mit dem Bohlenweg auch erlebbar gemacht. Denn: „Was man kennt, das schätzt man und was man schätzt, das schützt man", so Monika Wiesmüller-Schwab.
Aber nicht nur an den Reaktionen von Flora und Fauna lässt sich der Erfolg festmachen, sondern auch an dem bun­des­weiten Interesse, das die ARGE Do­naumoos inzwischen erfahren darf.
So konnten sich die Gäste im Zehnt­stadel auch über einen hochrangigen Gastredner freuen: Bundes­umwelt­minister a.D und ehemaliger Exekutiv­direktor des Umweltprogramms der Ver­einten Nationen Prof. Dr. Klaus Töpfer.
Direkt aus New York war er nach Leipheim gekommen. Nach einer kurzen Exkursion zum Bohlenweg im Leip­heimer Moos hielt der 78-Jäh­rige im Zehntstadel eine Festrede, die die Wie­dervernässung des Schwäbisch­en Do­nau­moos in einen globalen Kon­text stellte. Die Tatsache, dass man wiedervernässt, sei dem geschuldet, dass zu­vor trockengelegt wurde. Es gebe heute eine Tendenz, immer erst das Kurzfris­tige zu sehen. Dabei zeige die Welt, dass sie aus den Anglen gekommen sei. So mahnte er: „Nützlichkeit darf nicht das Hauptkriterium unseres Han­delns sein." In seiner langen Lauf­bahn sei er immer wieder zu der Er­kenntis gekommen, „dass die Natur verdammt klug ist." Aber die Menschen greifen immer mehr ein in Natur und Leben. Dabei sei es an der Zeit, „dass wir anfangen darüber nachzudenken, was wir entscheiden."
„Wir haben es geschafft, ein bisschen was zu richten - in die richtige Richtung", blickte Dr. Ulrich Mäck, Geschäftsführer der ARGE Donaumoos auf die vergangenen 25 Jahre zurück. Er dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement. (27.07.2016)

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