Stadt Leipheim
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INNENSTADTVERKEHR - EINE ZUKUNFTSLÖSUNG
Nocheinmal befassten sich die Stadträtinnen und Stadträte in ihrer Sitzung Anfang Juli mit dem Thema „Verkehrsregelungen" in der Leipheimer Innenstadt.
Der öffentlichen Stadtratssitzung war sowohl eine nichtöffentliche Beratung des Stadtrats als auch ein „Runder Tisch" mit Vertretern der Anwohner des Innenstadtsbereichs, der Gewerbe­trei­benden, des Stadtrats, der Verwaltung sowie Fachleuten vom Landratsamt, der Polizei, des ADAC, des ADFC und Ver­kehrsplanern vorausgegangen.
Vorgestellt wurden im Rahmen des runden Tisches unter anderem die Ergebnisse des aktuellen Verkehrs­gut­achtens. Für dieses wurde an vier Kno­tenpunkten in Leipheim in jeweils ei­nem anderen Bauzustand (Stadtberg zweispurig befahrbar, Vollsperrung des Stadtbergs und Stadtberg einspurig be­fahrbar und zusätzlich „Berliner Kis­sen") jeweils an zwei Wochentagen das Verkehrsauf­kom­men gezählt. Die Zähl­ung zeigte, dass durch die Verengung des Stadtberges in Verbindung mit der 30-er-Zone und den „Berliner Kissen" zu­sätzlich rund 10 Prozent der durchfahrenden Fahrzeuge auf die Südum­fahrung verlagert werden konnten. Die Voll­sper­rung des Stadtberges brachte im Schnitt rund 50 Prozent weniger Fahr­zeuge an den Knoten­punkten, führte jedoch zu „Schleichverkehr".
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde über künftige verkehrsregelnde Maßnahmen diskutiert. Während die Geschäftsleute verkehrsregelnde Maß­nahmen eher kritisch gegenüber stehen, forderten Anwohner der Innen­stadt eher das Maximum. „Wir sitzen gemeinsam an einem Tisch, um Lö­sun­gen zu finden", mahnte Bürger­meister Christian Konrad. So wurde schließlich konstruktiv über die Gestaltung der 30-er-Zone in der Innenstadt, Rechts-vor-Links-Regel­ungen, Berliner Kissen und Umbau des Stadtberges gesprochen. Die Vertreter der Polizei und des Land­rats­amtes erklärten in diesem Zusam­men­hang immer wieder, was verkehrsrechtlich machbar ist und was nicht.
Die Vertreter des Stadtrates nahmen die Stimmungen und Stellung­nah­men mit in die nächste Sitzung, um dort die nötigen Beschlüssen zu fassen. So stimmten die Rätinnen und Räte ein­stimmig für die Beibehaltung der bestehenden 30-er-Zone. Eine „Rechts-vor-Links-Regelung" gilt an den Kreuz­ungs­bereichen Günzburger Straße/Wallgra­ben­straße, Günzburger Straße/ Kirch­straße und Marktstraße/Hospi­talstraße.
Zur Verdeutlichung der Vorfahrts­regelung werden die Kreu­z­ungsbereiche mit geschnittenem, geflammten Klein­steinpflaster umgestaltet. Die Einlässe sehen die Ver­kehrsfachleute als „Ein­fahr­ten", hier gilt somit nicht „Rechts-vor-Links". Um für alle Verkehrsteil­neh­mer Klarheit zu schaffen, werden diese Bereiche entsprechend zusätzlich be­schildert.
Nicht ganz so einig waren sich die Räte bei den „Berliner Kissen". Letztlich wurde je­doch mit vier Gegenstimmen be­schlos­sen, die „Berliner Kissen" als Pro­visorium so lange beizubehalten, bis die gesamten Straßen­umgestal­tungs­maß­nahmen abgeschlossen sind. „Das können noch zwei bis drei Jahre sein", sagte Bürgermeister Christian Konrad.
Nicht leicht machten sich alle Stadt­räte die Entscheidung, wie es mit dem Stadtberg weitergehen soll. Wäh­rend Bürgermeister Konrad und Mit­glieder der CSU-Fraktion die Wohn­quali­tät und die weitere Entwicklung der In­nenstadt in unmittelbaren Zusam­men­hang mit dem Umbau des Stadtberges stellten, wollten die anderen Fraktio­nen, erst einmal die Umsetzung der anderen verkehrsregelnden Maßnah­men abwarten und lediglich links und rechts Radschutzstreifen, die als „Über­gangs­lösung" gedacht waren, an­brin­gen. Bür­germeister Christian Konrad mahnte jedoch, Planungen jetzt in Auf­trag zu geben, da diese zunächst einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
Schließlich wurde mit elf zu neun Stimmen das Planungsbüro Wei­gelt mit der Detailplanung für eine Stadt­berg­umgestaltung beauftragt. Bis zur Um­setzung werden beidseits Rad­schutz­streifen angebracht, eine weiße gestrichelte Ab­grenzung, die einen Radweg markiert. Diese rein optische Verengung soll das Tempo am Stadtberg wenigstens ein wenig reduzieren.(27.07.2016)
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