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FLUTPOLDER WEITERHIN IM GESPRÄCH

Der Flutpolder mit gigantischen 630 Hektar Fläche und 12 Mio. m² Wassereinstau im Donauwald Leipheim bleibt Thema für den Standort Leipheim, trotz schlechter Wirkweise und hoher Baukosten!

 

 Planungen für den Flutpolder.  Quelle: http://www.hochwasserdialog.bayern.de/dialog_vor_ort/leipheim/index.htm

 

Alle Vertreter der betroffenen Ge­meinden für die potentiellen Flut­polderstandorte zwischen Neu Ulm und Donauwörth wurden vom Wasserwirt­schaftsamt zu drei regionalen Diskus­sionsforen eingeladen. Die Interessen­vertretung, „Ja zu Hochwasserschutz - Kein Flutpolder Leipheim" vertrat im Rahmen dieser Foren die Interessen der betroffenen Leipheimer Bürger. Es wur­de über die Hochwasserrisiken in der Region, die Lösungsansätze für verbesserten Hochwasserschutz und Kriterien für die Standortauswahl für einen Flutpolder diskutiert.


Lösungen konnten bei dieser Diskussionsrunde keine erzielt werden, weil die Meinungen zu einem schlüssigen Konzept über gesteuerte Rück­hal­te­räume an der Donau weit auseinander gingen. „Das Thema extrem große Flut­polder im Verwaltungsbereich wur­de von der Wasserwirtschaft einseitig be­handelt, genauso, wie dessen Recht­fertigung, ein sogenanntes HQ­extrem (was etwa einem 1000-jährigen Hoch­wasser entspricht)", so Gerd Man­nes von der Leipheimer Ineterssen­ver­tre­t­ung. Die Interessenvertreter halten von dem kostspieligen und langfristigen Mam­mutprojekt wenig, auch weil Flut- polder gegen plötzlich auftretenden Stark­regen, wie in Simbach und Brauns­bach 2016, völlig wirkungslos sind. Es soll erst den gesetzlichen Anforderungen zur Sich­erstellung eines wirksamen lokalen und regionalen Grund­schutzes vor einem HQ100 (hundertjähriges Hoch­wasser) an allen Be­reichen entlang der Donau entsprochen werden. Zudem soll ein länderübergreifendes Gesamt­kon­zept erarbeitet werden, dass alle kleinen und großen Zuflüsse beinhaltet, weil diese im wesentlichen die Wassermengen an der Donau bestimmen.


Nach Abschluss der Diskussions­foren stellte das Wasserwirtschaftsamt klar, dass das Konzept von Flutpoldern weiterverfolgt wird. Auch das für Leip­heim, womit dem Donauwald zwischen Weißingen und Leipheim mehrmals jährliche Flutungen mit bis zu 6 Meter Wassertiefe und 12 Mio. m² Einstau drohen. Aufträge zur detaillierten Unter­suchung der hydraulischen Boden­ver­hältnisse wurden bei europaweiten Aus­schreibungen entsprechend vergeben.


Die Interessenvertretung erinnert nochmals an die unkalkulierbaren Ri­siken eines solchen Flutpolders für Leipheim: Gefährdung der Leipheimer Trinkwasserversorgung, erhöhte Grund­wasserstände und -druck auf Gebäude in Weißingen, Riedheim und in den Wohngebieten Kohlplatte/ Krautgarten, Schäden an Gebäuden und feuchte Keller, Gefährdung des Donauwalds, einer der wertvollsten Biotope Süd­deutschlands, Mückenplage, sowie Ver­nässung landwirtschaftlicher Fläch­en in und außerhalb des Polders, um nur die Wichtigsten zu nennen. Der Schutz der Bevölkerung muss Vorrang haben. Der Standort Leipheim ist aus Sicht der Interessenvertretung für den großflächigen Wassereinstau ungeeignet und deshalb lehnt sie den Bau des Flut­polders in Leipheim ab.


Stattdessen fordert sie von den Behörden der Wasserwirtschaft die gewissenhafte Prüfung der eingebrachten alternativen Lösungsvorschläge, die ein Baukastenkonzept für ein nachhaltiges Hochwasserschutzkonzept an der gesamten Donau beinhaltet. Der Baden-Württembergische Teil der Donau, sowie alle großen und kleinen Donau-Zu­flüsse, insbesondere an der Iller, müssen einbezogen werden. Alle Sied­lun­gen müssen durch klassische Hoch­wasser­schutzmaßnahmen, wie Deiche und Mauern, Grundschutz erhalten. Auch intelligentes Staustufen­manage­ment, Rückhaltevolumen durch Aus­baggern des Staubereichs und Deich­rück­verlegungen müssen ausgereizt werden. Viel mehr Hochwasser­rück­haltung und Rückhaltebecken entlang den Zuflüssen und der Donau müssen gebaut werden. Hier muss das Ver­ur­sacherprinzip gelten.


Mittlerweile haben sich alle Interessenvertretungen der betroffenen Polder Standorte in einer Interessen­ge­meinschaft „Kontra Polder an der oberen Donau" zusammengeschlossen, um den Forderungen gegenüber der Baye­rischen Staatsregierung mehr Ge­wicht zu verleihen. Sie fordert effektiven re­gionalen Hochwasserschutz statt fragwürdiger Mammutprojekte ohne jegliche Verhältnismäßigkeit. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Gemeinden Bau­ge­biete in Überschwemmungs­ge­bieten ausweisen und Leipheim durch den Bau eines Flutpolders sein Trink­wasser gefährdet und möglicherweise Keller unter Wasser gesetzt werden und kein An­spruch auf Entschädigung besteht.
Wer sich mit den betroffenen Bürgern solidarisieren möchte und der Forderung „keinen Flutpolder in Leip­heim" zu bauen, anschließt, kann die Liste der Interessenvertretung gegen den Flutpolder unterschreiben. Mit dieser Unterschrift geht man keine weitere Verpflichtung ein. Man zeigt nur, dass man gegen einen Flutpolder in Leip­heim ist.
Ansprechpartner: Gerd Man­nes, Tel.: 08221/9634940,

E-Mail: Gerd_Mannes@t-online.de.
(Interessen­vertretung, „Ja zu Hochwasserschutz -

Kein Flutpolder Leipheim) (07.09.2016)

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