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WAS EIN FLUTPOLDER ZERSTÖREN WÜRDE...

 

Der geplante Bau eines Flutpolders  auf Leipheimer Flur würde mit der damit zusammenhängenden Über­flutung des Auwaldgebietes einen Großteil der dortigen Flora und Fauna dauerhaft zerstören.
Zu diesem Ergebnis kommt ein Essay  des Riedheimer Pilzexperten Manfred Enderle, mit dem er die Interessen­gemeinschaft „Ja zu Hoch­wasserschutz – kein Flutpolder in Leipheim“ unterstützt. „Als ortsansässiger Mykologe möchte ich auf die dortige hochwertige und absolut schützenswerte Pilz­flora hinweisen. Meine Erkenntnisse beruhen auf 40-jährigen Beobachtun­gen, Be­geh­ungen, Untersuchungen, Doku­men­tationen und Publikationen der Funga in diesem Auwald“, schreibt Manfred Enderle darin.
Auszüge aus dem Essay: Die Schwemm­schotter zu beiden Seiten der Donau und der Iller mit ihren hohen Grundwasserständen, der dadurch bedingten Bodenfeuchtigkeit und den immer wieder eingestreuten Altwassern ließen Wald- und Kraut­gesell­schaften entstehen, die nur in der unmittelbaren Nähe der beiden Flüsse ihre optimalen Lebens­bedin­gungen finden. Die Pilzflora der Auwälder mit ihrer Vielschichtigkeit und den nährstoffreichen, grundwassernahen Auelehmböden weist viele Eigenheiten auf. In den unterschiedlichen Lebensräumen Bayerns nehmen Pilze aufgrund ihrer ökologischen Vielfalt eine Schlüsselfunktion im Naturhaushalt ein. Pilze erfüllen aufgrund ihrer spezifischen physiologischen und morphologischen Eigen­arten eine zentrale Rolle im Stoff­kreislauf. Nach heutigem Kenntnis­stand sind in Bayern ca. 1300 Pilzarten (ca. 40 %), gefährdet! Beim Sonderstandort Auwald liegt die Gefährdungsrate deutlich über 50 Prozent. Aus mykologischer und botanischer Sicht ist der von der Polder­planung betroffene Auwaldabschnitt äußerst wertvoll. Manfred Enderle hat ebenfalls seltene Pflanzenarten darin entdeckt, u. a. mehrere Standorte des „Österreichischen Rippensamens), der z. B. in Rheinland-Pfalz bereits ausgestorben ist. Außerdem zählt das hiesige Vorkommen des Märzenbechers im Auwald zum größten in Süd­deutsch­land!
Aktuelle Informationen zum Stand in Sachen Flutpolder gibt es auf der kürzlich erstellten In­ternetseite der Interessen­gemeinschaft unter www.kein-flutpolder-leipheim.de. Darüberhinaus hat die Interessen­ge­meinschaft auch ein Facebookprofil erstellt. (PM)

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