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AUSSTELLUNG

 

 

Das Diorama zum 200. Kinderfest von Günter Leucht zeigt das traditionelle Kinderfest am alten Alber.

 

„Kinderfest in Leipa – hat sein Grund in schlechta Zeita“

 

Im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente kann in die bewegte und auch eigene Vergangenheit zurückgeblickt werden.

Vom 7. bis 10. Juli wird in diesem Jahr zum 200. Mal das Leipheimer Kinderfest gefeiert, das ursprünglich als Dank für die überstandenen Hungerjahre und als Zeichen der Hoffnung für eine bessere Zukunft gestiftet wurde. Bis zum heutigen Tag ist es kein „normales“ Volksfest mit Rummelplatz und Bierständen, auch wenn diese damals wie heute einfach dazu gehören. Die Besonderheit liegt in seiner Geschichte und der bis heute bestehenden Konzentration auf traditionelle Elemente des Festes.

 


Welchen Ursprung hat das Fest? Und: Wie hat es sich in diesen 200 Jahren verändert? Auf solche Fragen soll in der Jubiläumsausstellung im Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente versucht werden, eine Antwort zu geben. Die wechselhafte Geschichte des Kinderfests wird präsentiert - und viele Geschichten rund ums Fest erzählt: Vom Ausbruch des Vulkans Tambora über die darauf folgende Hungersnot bis zur ersten Ernte 1817, vom Feiern unter dem Alber bis zu den Neuerungen im 20. Jahrhundert. Das Kinderfest steht aber auch als Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in 200 Jahren.

 


Eines der wichtigsten Elemente des Festes ist der „Kinderfestspruch“. Sonntagmittags, Sonntagabend und am Montag muss je ein Schüler frei vor zahlreichem Publikum eine nicht gerade kurze Weise vortragen – entweder auf Hochdeutsch oder im schwäbischen Dialekt. Die Sprüche spiegeln damals wie heute die Veränderung der Sicht auf die Welt, Gesellschaft und die Stadt wider. In der Ausstellung können die Besucher Kinderfest-Sprüche aus 200 Jahren nachhören. Sie wurden von ehemaligen Spruchträgern (einer sogar aus dem Jahr 1950, im Bild) oder denen, die es immer schon mal sein wollten, aufgenommen und sind an einer Hörstation abrufbar.

 

 

Die Geschichte wird aber auch durch Dokumente, Gegenstände und Text- und Foto-Tafeln für den Besucher sichtbar gemacht. So werden sich die Besucher das Kinderfest vor 150 Jahren dank eines Dioramas des Albers, um den bis 1894 getanzt wurde, bildhaft vorstellen können.

 

Viele Leipheimer haben außerdem großzügig mit Leihgaben zur Ausstellung beigetragen. An eigenen Stationen können die Besucher durch eigene Bilder und Erinnerungen ihren Teil beitragen, die Ausstellung wird zu einem Gemeinschaftsprojekt. Die Ergebnisse sollen während des Kinderfests am Festplatz präsentiert werden.

Die Ausstellung ist bis Ende Juli jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Im Eintritt von 3 Euro (ermäßigt 2 Euro, Kinder unter 10 Jahren sind frei) enthalten ist der Besuch der Kinderfest- und der Dauerausstellung. Führungen werden auch gerne zu anderen Terminen veranstaltet – Anmeldung dafür unter der Telefonnummer 08221-72199. Für Kindergartengruppen und Schulkassen sind die Führungen kostenlos.

 

Bilder von der Ausstellungseröffnung


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