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ZEHNTSTADEL
Wo früher landwirtschaftliche Güter lagerten, wird heute Kultur geerntet

Wenige Jahre vor dem Dreißigjährigen Krieg entstand das neben dem Schloss und der St.-Veits-Kirche wohl eindrucksvollste Gebäude Leipheims: Der Schlossstadel aus dem Jahr 1583, dessen Holzkonstruktion und eindrucksvoller Dachstuhl in Fachkreisen als eine in Süddeutschland einzigartige Meisterleistung gilt. Lange Zeit diente der Stadel als Lagerstätte für landwirtschaftliche Güter bis ihn die Stadt 1851 vom Bayerischen Staat für 1575 Gulden erwarb und zum Bauhof und Feuerwehrgerätehaus umfunktionierte. Nach dem Krieg blieb das schöne Gebäude vorerst noch Bauhof, nach dessen Umzug jedoch diente er lediglich als Unterkunft für Obdachlose.

Genau 400 Jahre nach seiner Errichtung kam was kommen musste: Was Experten schon lange Zeit prophezeit hatten wurde wahr. Am 3. August 1983 stürzte Teil der vorderen Fassade ein. Stimmen wie "Schiabad des Glump da Berg na!" wurden laut - doch der Stadtrat hatte den kulturhistorischen Wert des Gebäudes – nicht zuletzt dank den vehementen Worten des Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und des Landesamts für Denkmalschutz - erkannt: Eine Stimme Mehrheit im Stadtrat rettete am 20.10.1983 den heute unter Denkmalschutz stehenden Zehntstadel vor dem Abriss.

Zunächst fehlten noch die finanziellen Mittel zur kompletten Sanierung. Initiativen wie die Organisation eines Schwäbischen Abends in der Leipheimer Jahnhalle machten auf die Bedeutung des Hauses aufmerksam: Der Erlös ( 1.264,12 DM) diente der Instandsetzung und Erhaltung des Schlossstadels. Lange wurde über ein zukünftiges Nutzungskonzept nachgedacht. Rathaus, Musikschule, Heimatmuseum. Es kristallisierte sich heraus: Der Zehntstadel sollte eine »überörtlich kulturelle Stätte« werden.

Nach den ersten Notsanierungsmaßnahmen übernahm 1993 der Münchner Architekt Klaus-Michael Wabnitz die anspruchsvolle, aber doch sehr reizvolle Aufgabe der Renovierung und des Umbaus. Noch im Laufe des Umbaus wurden verschiedene Nutzungen diskutiert, unterschiedliche Raumkonzepte angedacht und neue Ideen entwickelt. Schließlich kam es zur Einigung: Jetzt ist der Zehntstadel ein Ort, an den man sich gerne hinbegibt... um Kultur zu erleben, um sich zu treffen, um es sich gutgehen zu lassen.

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